Umweltzahnmedizin

Belastungen des Organismus vermeiden

Umweltzahnmedizin – was ist das eigentlich?

Darunter versteht man die Betrachtung und Untersuchung von Wechselwirkungen zwischen Dental-Materialien und Gesamtorganismus. Der Umweltzahnmediziner achtet darauf, dass bei seinem Patienten durch zahnärztliche Behandlungen eine möglichst minimale Belastung für den Organismus entsteht.

 

Was sich einfach anhört, bedarf einer speziellen Ausbildung und Prüfung durch die Internationale Gesellschaft für Ganzheitliche Zahnmedizin (GZM) und den Berufsverband der Umweltmediziner Deutschlands, da die Probleme oft vielschichtig und nicht einfach zu erkennen sind.

 

Laboranalyse zur Verträglichkeitstestung von Dental-Materialien in der Zahnarztpraxis Dr. Steffen Balz in Backnang
Laboranalyse zur Verträglichkeitstestung von Dental-Materialien

Was wird in der Umweltzahnmedizin gemacht?

Ein Großteil der Bevölkerung leidet heute an Allergien oder Umweltbelastungen. Die Betroffenen sind dadurch in ihrer Gesundheit und Lebensqualität deutlich eingeschränkt. Mögliche Ursachen hierfür können unter anderem Dentalmaterialien sein, die nicht vertragen werden.

 

Um diesen Patienten zu helfen, kann der Umweltzahnmediziner in hoch spezialisierten Laboren an Hand von Speichel, Blut und Material-Proben hochspezifische Tests zur Verträglichkeit von Dentalmaterialien durchführen lassen.

 

Bei akuten Problemen sind dabei auch Tests bereits im Mund befindlicher Materialien möglich. Im Zweifelsfall ist es jedoch immer besser, Dentalmaterialien oder Implantate vor deren Einsatz zu testen, anstatt anschließend evtl. über Jahre Probleme durch Materialunverträglichkeiten zu erdulden.

 

Wann setzen wir die Umwelt-Zahnmedizin ein?

  • Zur Abklärung von Materialunverträglichkeiten
  • Zur Bestimmung der Entzündungsneigung
  • Zur Therapieoptimierung bei chronischen, schweren
  • Zahnfleischentzündungen (Parodontitis)

Wie äußern sich Material-Unverträglichkeiten?

Sie können sich in einer Lokalsymptomatik äußern, wie

  • Mundschleimhaut- und Zahnfleischentzündung
  • Parodontitis
  • Zungenbrennen
  • Kiefer- und Zahnschmerzen
  • Beschwerden beim Kauen

Möglich sind auch systemische Immunphänomene wie

  • Kopfschmerz
  • Migräne
  • Muskelschmerzen
  • Missempfindungen
  • gesteigerte Müdigkeit
  • Schlafstörungen und depressive Verstimmungen

Bei sensiblen Patienten können bestehende Entzündungserkrankungen wie chronische Arthritis oder neurologische Erkrankungen durch Metallionen wie z.B. Quecksilber, Gold oder Nickel verstärkt werden.

 

Der Körper eines noch halbwegs gesunden Menschen hilft sich meist sehr schnell selbst, indem er mit Abstoßungsreaktionen auf nicht vertragene Zahnmaterialien reagiert. Dies ist dann erkennbar an Zahnfleischschwund und gegebenenfalls Verfärbungen des Zahnfleisches an den Kronenrändern.

 

Implantate, die nicht vertragen werden, wachsen entweder gar nicht ein oder lockern sich nach kurzer Zeit und fallen aus (Periimplantitis), obwohl die Behandlung nach allen Regeln der Kunst gemacht wurde.

 

Die Ursache für eine Parodontitis oder Periimplantitis, kann jedoch auch eine Verschiebung der Bakterienflora zusammen mit einer erhöhten Entzündungsbereitschaft sein. Beide können auf das Krankheitsbild und dessen Schwere Einfluss haben. Ist die Bakterienflora in Richtung Entzündung verschoben, haben die aggressiven Keime ein leichtes Spiel.

 

In einem solchen Fall hilft oft nur noch der Einsatz von Antibiotika, wenn durch die klassische Behandlung kein oder nur wenig Erfolg zu erzielen ist. Wichtig für den Erfolg der Antibiotika-Therapie ist die Bestimmung der Keime sowie die Auswahl des passenden Antibiotikums und dessen Dosierung. Auch dabei kann die Umwelt - Zahnmedizin mit den verschiedenen Testmöglichkeiten ernorm hilfreich sein.

 

Bei Fällen, in denen eine Antibiotika-Therapie nicht angewendet werden kann oder gewünscht wird, können wir jetzt auch eine Behandlung mit medizinisch aufbereiteten reinen etherischen Ölen pflanzlicher Herkunft anbieten. Selbstverständlich werden auch hier vorab die Keime bestimmt und mittels eines Aromatogramms wird ermittelt, welche Öle zur Vernichtung der vorher bestimmten Keime in Frage kommen. Dann wird individuelle für den Patienten das Präparat hergestellt.